Das Heiden-Liederbuch
Reise mit unseren Liedern durch den Jahreskreis und die Götterwelten
Nach Liedern zur Mythologie unserer Vorfahren, den Jahreskreisfesten oder einfach "thematisch heidnischen" Liedern in deutscher Sprache sucht man meist vergeblich. Wir haben beschlossen, dass dies ein unhaltbarer Zustand ist. Das vorliegende Liederbuch ist unser Beitrag dazu, es zu ändern. Zu den Liedern zur Mythologie und den Liedern zu den Jahreskreisfesten gibt es immer einen Text, der den thematischen Zusammenhang erklärt.
- Die Edda in Liedern (14 Lieder nach bekannten alten Melodien)
- neue Melodien: 8 Lieder zu den Jahreskreisfesten, 12 Lieder am Lagerfeuer, 3 Abschiedslieder und 5 Kinderlieder
- mit Grifftabellen für die Gitarre - alle Lieder sind mit einfachen Gitarrengriffen spielbar
"Wo man singt,
da laß' dich
ruhig nieder,
böse Menschen
haben keine Lieder."
Nach Johann Gottfried Seume (1804)
Hörpröben zu den Jahreskreis - Liedern (von Litha)
Wir sind weder Sänger, noch können wir Gitarre spielen. Als ich klein war, zeigte mir meine Mama mal ein paar einfache Akkorde - und dabei ist es geblieben. Diese Hörproben - teils mit dem Handy aufgenommen, teils instrumental grob zusammen geschnitten - sind mein Versuch, unsere Jahreskreislieder hörbar zu machen.
Wir wünschen uns viele Menschen, die die Lieder mit Freunden und Familie am Lagerfeuer singen. Daher stellen wir die Jahreskreislieder aus dem Buch hier frei mit Noten zur Verfügung. Dabei wurden auch Fehler in der Notation ausgebessert. Man lernt nie aus. : )
Texte und Musik sind unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International“ lizenziert.
Die Sonnenfeste
Ostara
Litha
Mabon
Jul
Die Mondfeste
Imbolc
Beltane
Lughnasadh
Samhain
Unsere Lieder im Tonstudio?
Eigentlich wollte ich nur freudig ein Podest abholen, das jemand über die Kleinanzeigen verschenkt hat - prima für unseren Stand auf dem nächsten Mittelaltermarkt. Dann sah ich das Schild neben der Klingel: "sound alive". Mein Herz machte einen Hüpfer, der Sympathiefaktor war sofort da und noch bevor ich über mein mulmiges Gefühl nachdenken konnte, hatte sich die Frage in mir schon selbstständig gemacht. Plötzlich saß ich mit einem Kaffee bei Alfred "Fredie" Zeitler am Tisch - mitten in seinem Umzug, kurz vor dem Abriss seines Tonstudios - und während wir lauschten und erzählten wurde ein stiller Traum von mir immer greifbarer.
Am Tag der ersten Probeaufnahmen bekam ich dann doch Herzflattern. Singen vor einem Profi, der jeden noch so kleinen Fehler bemerkt? Klar, da musste Rewa mit - Händchenhalten. Im Nachklang beschrieb er es so:
"Tscha ... und dann standen wir vor der Tür und der Urtyp eines Vollblutmusikers macht uns auf: Sprühend vor herzlichem Humor, kreativ bis in die Knochen und mit einem schier endlosen Repertoire an Anekdoten. Wir haben gequatscht, gelacht und gesungen und plötzlich war der Tag zu ende. Schade, denn es fühlte sich nicht nach Arbeit an, sondern wie der Besuch bei Freunden."
Auf das nächste Mal freuen wir uns schon - dann im neuen Tonstudio. : )
Die Vorgeschichte
Begonnen hat es eher durch Zufall. Litha hat bereits mit dreizehn Jahren angefangen, am Klavier zu komponieren und ihre ersten Noten aufzuschreiben. Viele Jahre später las sie ein Gedicht von mir und hatte sofort eine passende Melodie dafür im Kopf. Es dauerte zwar noch einige weitere Jahre, aber dann brachten wir gemeinsam „Das Heiden-Liederbuch“ mit meinen Texten und Musik von Litha heraus. Dazu, wie sehr wir uns manchmal damit gequält, uns gegenseitig angetrieben und hin und wieder auch gegenseitig erwürgen wollten, will ich nicht weiter reden. Nur soviel: Es steckt unser beider Herzblut in diesem Buch.
Was Litha dazu sagt
"Ein Kindheitswunsch von mir ist wahr geworden: Ein eigenes Liederbuch in die Welt bringen. Hier ist es! Mit Rewa ging das ganz leicht. Also leicht im Sinne von: die Texte und Melodien sind aus uns heraus gesprudelt. Der Buchsatz und die Notenblätter waren eine gaaaaaaaanz andere Geschichte… Ich werde bis an mein Lebensende an keinem Apostroph mehr unbefangen vorbeisehen können, sie verfolgten mich sogar bis in meine Träume.
Am Ende haben wir die Streitäxte gezückt (damit sah ich bedrohlicher aus!) und Fehlerteufelchen gejagt. Dabei wären wir uns das ein oder andere Mal auch gerne gegenseitig an die Gurgel gesprungen, aber wir wussten auch: ohne den anderen sind wir aufgeschmissen. Wir haben uns gegenseitig immer wieder auf die Beine geholfen und waren beide zu stur, um aufzugeben.
Und irgendwann reichts! So dachte auch Rewa, als er mit einem Machtwort unsere Deadline zog. Denn bei der Fehlerteufeljagd kamen uns immer mehr Ideen und wir fingen schon an von einem Hardcover mit doppelt so vielen Melodien zu träumen. Ich weiß nicht wie oft ich gesagt habe: „Nur die eine Sache noch, dann bin ich fertig!“ Jedes Mal ging die Arbeit dann erst los.
Wie es sich für „Das Heiden-Liederbuch“ gehört, haben wir gelitten, gefeiert und gelacht. Gesungen – und auch hat’s gekracht."