
Beginne deine Runenreise
Ein geordneter Einstieg in Zeichen, Bedeutung und erste Praxis.
Sind Runen alte Schriftzeichen?
Es gibt sehr unterschiedliche Erklärungen dafür, was Runen eigentlich sind. Manche sehen in ihnen die "Schriftzeichen der Germanen", andere bezeichnen sie als Ideographien. Viele Erkennen in ihnen magische Zeichen - und als magische Zeichen werden sie auch in den Überlieferungen betrachtet, die wir veröffentlichen.
Obwohl den Runen Laute zugeordnet wurden und man einige alte Inschriften gefunden hat (z.B. auf dem Kamm von Vimose), wurden Runen bei den Germanen nicht als Schriftzeichen zur Alltagskommunikation verwendet. Ihre Verwendung als Schriftzeichen beschränkte sich viel mehr auf wenige kurze Inschriften (auf beispielsweise Schmuck, Gebrauchsgegenständen, Waffen oder Schiffen.)
Alle bekannten Alphabete sind miteinander verwandt, weisen einige Ähnlichkeiten auf und führen zurück auf eines der großen Ursprungsalphabete. Noch immer gibt es viele Spekulationen und Theorien darüber, in wie weit das auch auf das ältere Futhark zutrifft. Schon die Reihenfolge der Runenlaute (F U TH A R K) lässt sich in kein bekanntes System zwängen. Auch ist kein Alphabet bekannt, welches in drei thematische Teile aufgeteilt wurde, wie es bei der ältesten Runenreihe der Fall ist.
In der Geschichtsschreibung scheint es, als wäre die älteste Runenreihe als vollständig entwickeltes System "aus dem Nichts" aufgetaucht. Es gibt bisher keine archäologischen Funde von unbeholfenen geschichtlichen Vorstufen.
Unsere Antwort: Runen sind mehr als alte Schriftzeichen.
Schon die Alten waren sich über ihre Herkunft nicht einig. Der gemeinsame Kern aber besagt: Runen sind nicht erfunden wie eine neue Schrift. Sie gelten als entdeckt oder empfangen – als Spiegel einer verborgenen Ordnung im Verhältnis zwischen Mensch und Maß, Wille und Wirkung, Zeit und Bindung.
Wir verstehen Runen als Prinzipien, Schlüssel und Knoten der Ordnung.
Und wir behaupten gern: Runen sorgen für das Gleichgewicht der Kräfte im Universum.
Sprechen wir von Runen, sprechen wir von Kräften und Beziehungen, mit denen jeder Mensch verbunden ist – jede Kultur auf ihre eigene Weise.
Wer Runen ritzt, erschafft kleine Werkzeuge, die diese Verbindung vertiefen können. Doch dies verlangt bewusste Setzung, innere Beziehung und geordnete Praxis. Runen knüpfen Ursache an Folge, öffnen ein Geschehen und fordern verantwortungsvolle Grenzen. Ohne Verbindung bleiben Zeichen "leer" oder werden unruhig.
Darum arbeiten wir nicht mit schnellen Deutungen oder fertigen Antworten.
Wer mit Runen arbeitet, arbeitet immer auch an sich selbst.

Das ältere Futhark
Was ist das "Futhark"?
Das ältere Futhark besteht aus 24 Runen, geordnet in drei drei Gruppen: die "Aettir" – drei große Kapitel einer alten Erzählung, die gemeinsam ein großes Ganzes formen.
Das Futhark (oder "Fuþark") selbst trägt seinen Namen aus den ersten sechs Runen – Fehu, Uruz, Thurisaz, Ansuz, Raido, Kenaz – und bildet die älteste überlieferte Runenreihe unserer Vorfahren.
Wissenswertes :
In den überlieferten Schriften gab es noch keine Bezeichnung für die Runenreihe, da sie aus einer Zeit stammen, in der es nur das ältere Futhark gab. Geschrieben wurde lediglich über "die Runen". Als sich später neuere Runenreihen entwickelten, musste ein Begriff für die älteste Runenreihe gefunden werden. Diesen Begriff des "älteren Futhark" haben Rewa und sein Onkel daher für die Überlieferungen übernommen, um Verwirrungen und Fehlinterpretationen späterer Generationen zu vermeiden.

Die Ordnung der drei Aettir
Was sind die drei Aettir?
Mann kann es sich die Reise mit den Runen vorstellen wie ein gutes Buch: Die ersten 8 Runen bilden zusammen ein großes Kapitel, mit dem die Erzählung beginnt. Es macht keinen Sinn, das Buch zuerst in der Mitte oder am Ende aufzuschlagen, wenn man die Anfänge noch gar nicht gelesen hat. Zwar kann man auch dort Erfahrungen sammeln - aber ohne die Ursprünge im ersten großen Abschnitt lassen sie sich nicht gut einordnen.
Oder wie es geschrieben steht:
"Erst setzt man Kräfte in Bewegung; dann wird man von Kräften geprüft; und endlich ordnet man Kräfte zu einem Stand. Wer nur im Ersten Aett bleibt, der kann vieles beginnen, doch wenig halten. Wer im Zweiten Aett stecken bleibt, der kann vieles ertragen, doch wenig gestalten. Wer das Dritte Aett begehrt, ohne die ersten beiden durchlebt zu haben, der baut ein Dach ohne Balken. Darum ist die Ordnung nicht bloß Gelehrsamkeit, sondern ein Spiegel des Weges."
Mehr Details über die drei Aettir...
gibt es auf unserer Seite: "Das ältere Futhark - die 24 Runen"
oder im Buch: (Runen Wissen 2 - "Von den Drei Aettir und ihrer Ordnung")
Aber!
Wer hier liest, weil er selbst eine Runenreise antreten möchte, dem sei angeraten, inne zu halten.
Denn es ist um so vieles schöner, die verschiedenen Tiefen der drei Aettir in der Runenreise selbst zu
ergründen - und danach erst nachzulesen.
Am Anfang jeder Runenreise stehen viele Zweifel: "Sind meine Erfahrungen nur Phantasie?" "Spinne ich
mir die Dinge zusammen?", oder: "das war irgendwie logisch und einfach nur gut geraten."
Aus der Erfahrung heraus können wir nur empfehlen, weiterführende, detailliertere Texte erst dann zu
lesen, wenn die ersten Eindrücke selbst gesammelt sind. Denn dann sind die alten Texte eine tolle Bestätigung
für das eigene Bauchgefühl und Erleben.
Nichts setzt den eigenen Zweifeln so schnell ein Ende, wie etwas, das man selbst herausgefunden hat -
und das ähnlich schon vor vielen Generationen geschrieben stand.

Erste Begegnung mit den Runen
Worum geht es bei einer eigenen "Runenreise"?
Die Kurzfassung: Man sinnt über die Aspekte einer Rune nach und ergründet dann selbst ihren Wesenskern. Völlig unterschiedliche Menschen sehen dabei oft die selbe Rune in ganz eigenen Bildern und Geschichten - nehmen sie im Kern aber ähnlich wahr. Runenreisende, die wir begleiten, sind oft erstaunt, dass die "verrückten" Bilder, Emotionen und Eindrücke, die sie auf ihrer Runenreise erleben, beinahe deckungsgleich bereits vor vielen Generationen niedergeschrieben wurden.
Dabei fällt auf: Menschen mit ähnlichen Charakterzügen erleben die Runen oft auf eine ähnliche Weise. Dadurch haben sich in der Vergangenheit verschiedene Ansätze und Perspektiven mit den Runen herauskristallisiert: Die Wege der Völven, Heiler, Schamanen und Krieger (sowie einige Mischformen). Die Art und Weise, wie die Runen sich einem Menschen zeigen, sagt bereits vieles über sein eigenes Wesen aus. So finden mit den Runen oft Schatten ins Licht und Gaben ins Leben.
Häufig kommt es vor, dass Menschen, die ihre Runenreise begonnen haben, lebhaftere nächtliche Träume entwickeln, oder sich erstmals beim Aufwachen an ihre Träume wieder erinnern können. Runen interagieren stark mit unserem Unterbewusstsein und kommunizieren über Emotionen. Emotionale Tiefpunkte und Höhenflüge sind dabei keine Seltenheit. So ist jede gute Runenreise eine Reise der Selbstfindung.
"Wie beginne ich mit den Runen?"
Diese Frage wird häufig gestellt - und die allgemeine Antwort lautet: "Kauf dir erstmal ein paar gute Bücher."
Davon raten wir eindringlich ab!
In unserem Blog erklären wir, warum. Hier gibt es eine ausführliche Anleitung zu dem Einstieg mit Runen:
"Welche Vorkenntnisse benötige ich?"
Der erste Kontakt mit den Runen beginnt nicht mit Perfektion, komplizierten Meditationstechniken, oder Ritualen. Es ist mehr wie Tagträumen.
Man braucht kein Runenset und keine besonderen Hilfsmittel. Entscheidend ist zunächst nur die Bereitschaft, wahrzunehmen, zu beobachten und eine eigene, emotionale Verbindung entstehen zu lassen. Ehrlich, achtsam und geduldig.
Runenmeditation bedeutet für uns nicht das Meditieren mit Runen, sondern das Meditieren zu den Runen hin.
Vorkenntnisse in Sachen Meditation sind hierfür nicht nötig - und helfen auch nicht immer weiter. Oft geht Runenmeditation bei einem Waldspaziergang am leichtesten.
Und auch hier gilt in besonderem Maße:
Erst eine Rune kennen lernen - dann erst mehr über die Rune lesen.

Die Bedeutung der 24 Runen
Das 1. Aett - Übersicht und Bedeutung der ersten 8 Runen
Fehu
(VIEH)
Reichtum, Wohlstand, Ansehen
Uruz
(AUEROCHSE)
Urkraft der Erde, Verbindung zu den Ahnen
Thurisaz
(RIESE)
Zerstörung, Veränderung Neuanfang, Selbst- disziplin
Ansuz
(GÖTTLICHER
ATEM)
spirituelle Kraft, Inspiration
Raido
(REITEN,
REISE)
Erkenntnis,
Fortschritt,
Schicksal
Kenaz
(FEUER,
FACKEL)
Eingebung, Inspiration
Gebo
(GABE)
Fruchtbarkeit
Partnerschaft
Harmonie
Wunjo
(WONNE)
Erfolg, Zusammen-
halt, Sippe,
Stamm
Unsere Empfehlung:
Die obigen Kurzbeschreibungen genügen manchmal schon, um erste eigene Eindrücke von den Runen zu sammeln. Es ist einen Versuch wert, die erste Runenmeditaiton nur mit den Stichpunkten zu versuchen. So können einige Aspekte, die in den Details unten beschrieben sind, vielleicht schon selbst erfahren werden.
Lieber Leser,
Ab hier stellen wir diese Seite erst noch fertig.
Wir bitten noch um ein wenig Geduld. : )
Übersicht & Bedeutung der Runen aus dem 2. Aett:
Hagalaz
Verlust,
Zerstörung,
Prüfung
Nauthiz
Notwendig-
keit,
Einengung,
Zwang
Isa
Stillstand
Blockade
Stagnation
Jera
FruchtbarkeitFortschritt
(Jahres-)
wechsel, Ernte
Eihwaz
Weltenbaum,
Runenmagie,Übergang
Pertho
Geburt,
Wieder-geburt,
Schicksal
Algiz
VerteidigungSchutz, Wacht
Sowulo
Stärke, Heilung, (Lebens-)
Energie, Erfolg
Übersicht und Bedeutung der Runen aus dem 3. Aett:
Teiwaz
Verantwor-
tung, Pflicht,
Stärke
Berkana
Fruchtbarkeit
Wachstum,
Heim
Ehwaz
Bewegung,
Transport
Mannaz
Familie,
Sippe,
Gemein-schaft
Laguz
Intuition,
Unterbe-wusstsein,
verborgene Ängste
Ingwaz
Balance,
Fruchtbarkeit
Wachstum
Dagaz
Zufrieden-heit, Glück,
Erfolg
Othala
Heimat,
Erbe, Boden
