
Beginne deine Runenreise
Ein geordneter Einstieg in Zeichen, Bedeutung und erste Praxis.
Runen sind mehr als alte Schriftzeichen.
Schon die Alten waren sich über ihre Herkunft nicht einig. Der gemeinsame Kern aber besagt: Runen sind nicht erfunden wie eine neue Schrift. Sie gelten als entdeckt oder empfangen – als Spiegel einer verborgenen Ordnung im Verhältnis zwischen Mensch und Maß, Wille und Wirkung, Zeit und Bindung.
Wir verstehen Runen als Prinzipien, Schlüssel und Knoten der Ordnung.
Und wir behaupten gern: Runen sorgen für das Gleichgewicht der Kräfte im Universum.
Sprechen wir von Runen, sprechen wir von Kräften und Beziehungen, mit denen jeder Mensch verbunden ist – jede Kultur auf ihre eigene Weise.
Wer Runen ritzt, erschafft kleine Werkzeuge, die diese Verbindung vertiefen können. Doch dies verlangt bewusste Setzung, innere Beziehung und geordnete Praxis. Runen knüpfen Ursache an Folge, öffnen ein Geschehen und fordern verantwortungsvolle Grenzen. Ohne Verbindung bleiben Zeichen "leer" oder werden unruhig.
Darum arbeiten wir nicht mit schnellen Deutungen oder fertigen Antworten.
Wer mit Runen arbeitet, arbeitet immer auch an sich selbst.

Das ältere Futhark
Was ist das "Futhark"?
Das ältere Futhark besteht aus 24 Runen, geordnet in drei Aettir – drei große Kapitel einer alten Erzählung, die gemeinsam ein großes Ganzes formen.
Das Futhark (oder "Fuþark") selbst trägt seinen Namen aus den ersten sechs Runen – Fehu, Uruz, Thurisaz, Ansuz, Raido, Kenaz – und bildet die älteste überlieferte Runenreihe unserer Vorfahren.
Wissenswertes :
In den überlieferten Schriften gab es noch keine Bezeichnung für die Runenreihe, da sie aus einer Zeit stammen, in der es nur das ältere Futhark gab. Geschrieben wurde lediglich über "die Runen". Als sich später neuere Runenreihen entwickelten, musste ein Begriff für die älteste Runenreihe gefunden werden. Diesen Begriff des "älteren Futhark" haben Rewa und sein Onkel daher für die Überlieferungen übernommen, um Verwirrungen und Fehlinterpretationen späterer Generationen zu vermeiden.

Die Ordnung der drei Aettir
Was sind die drei Aettir?
Mann kann es sich die Reise mit den Runen vorstellen wie ein gutes Buch: Die ersten 8 Runen bilden zusammen ein großes Kapitel, mit dem die Erzählung beginnt. Es macht keinen Sinn, das Buch zuerst in der Mitte oder am Ende aufzuschlagen, wenn man die Anfänge noch gar nicht gelesen hat. Zwar kann man auch dort Erfahrungen sammeln - aber ohne die Ursprünge im ersten großen Abschnitt lassen sie sich nicht gut einordnen.
Oder wie es geschrieben steht:
"Erst setzt man Kräfte in Bewegung; dann wird man von Kräften geprüft; und endlich ordnet man Kräfte zu einem Stand. Wer nur im Ersten Aett bleibt, der kann vieles beginnen, doch wenig halten. Wer im Zweiten Aett stecken bleibt, der kann vieles ertragen, doch wenig gestalten. Wer das Dritte Aett begehrt, ohne die ersten beiden durchlebt zu haben, der baut ein Dach ohne Balken. Darum ist die Ordnung nicht bloß Gelehrsamkeit, sondern ein Spiegel des Weges."
Mehr Details über die drei Aettir...
gibt es auf unserer Seite: "Das ältere Futhark - die 24 Runen"
oder im Buch: (Runen Wissen 2 - "Von den Drei Aettir und ihrer Ordnung")
Aber!
Wer hier liest, weil er selbst eine Runenreise antreten möchte, dem sei angeraten, inne zu halten.
Denn es ist um so vieles schöner, die verschiedenen Tiefen der drei Aettir in der Runenreise selbst zu
ergründen - und danach erst nachzulesen.
Am Anfang jeder Runenreise stehen viele Zweifel: "Sind meine Erfahrungen nur Phantasie?" "Spinne ich
mir die Dinge zusammen?", oder: "das war irgendwie logisch und einfach nur gut geraten."
Aus der Erfahrung heraus können wir nur empfehlen, weiterführende, detailliertere Texte erst dann zu
lesen, wenn die ersten Eindrücke selbst gesammelt sind. Denn dann sind die alten Texte eine tolle Bestätigung
für das eigene Bauchgefühl und Erleben.
Nichts setzt den eigenen Zweifeln so schnell ein Ende, wie etwas, das man selbst herausgefunden hat -
und das ähnlich schon vor vielen Generationen geschrieben stand.

Erste Begegnung mit den Runen
Der erste Kontakt mit den Runen beginnt nicht mit Perfektion, komplizierten Meditationstechniken, oder Ritualen.
Man braucht kein Runenset und keine besonderen Hilfsmittel. Entscheidend ist zunächst nur die Bereitschaft, wahrzunehmen, zu beobachten und eine eigene, emotionale Verbindung entstehen zu lassen. Ehrlich, achtsam und geduldig.
Runenmeditation bedeutet für uns nicht das Meditieren mit Runen, sondern das Meditieren zu den Runen hin.
Vorkenntnisse in Sachen Meditation sind hierfür nicht nötig - und helfen auch nicht immer weiter. Oft geht Runenmeditation bei einem Waldspaziergang am leichtesten.
Und auch hier gilt in besonderem Maße:
Erst eine Rune kennen lernen - dann erst mehr über die Rune lesen.
"Wie beginne ich mit den Runen?"
Diese Frage wird häufig gestellt - und die allgemeine Antwort lautet: "Kauf dir erstmal ein paar gute Bücher."
Davon raten wir eindringlich ab!
In unserem Blog erklären wir, warum. Hier gibt es eine ausführliche Anleitung zu dem Einstieg mit Runen:
Übersicht und Bedeutung der Runen aus dem 1. Aett:
Fehu
Reichtum, Wohlstand, Ansehen
Uruz
Urkraft der Erde, Verbindung zu den Ahnen
Thurisaz
Zerstörung, Veränderung Neuanfang, Selbst- disziplin
Ansuz
spirituelle Kraft, Inspiration
Raido
Erkenntnis,
Fortschritt,
Schicksal
Kenaz
Eingebung, Inspiration
Gebo
Fruchtbarkeit
Partnerschaft
Harmonie
Wunjo
Erfolg, Zusammen-
halt, Sippe,
Stamm
Übersicht & Bedeutung der Runen aus dem 2. Aett:
Hagalaz
Verlust,
Zerstörung,
Prüfung
Nauthiz
Notwendig-
keit,
Einengung,
Zwang
Isa
Stillstand
Blockade
Stagnation
Jera
FruchtbarkeitFortschritt
(Jahres-)
wechsel, Ernte
Eihwaz
Weltenbaum,
Runenmagie,Übergang
Pertho
Geburt,
Wieder-geburt,
Schicksal
Algiz
VerteidigungSchutz, Wacht
Sowulo
Stärke, Heilung, (Lebens-)
Energie, Erfolg
Übersicht und Bedeutung der Runen aus dem 3. Aett:
Teiwaz
Verantwor-
tung, Pflicht,
Stärke
Berkana
Fruchtbarkeit
Wachstum,
Heim
Ehwaz
Bewegung,
Transport
Mannaz
Familie,
Sippe,
Gemein-schaft
Laguz
Intuition,
Unterbe-wusstsein,
verborgene Ängste
Ingwaz
Balance,
Fruchtbarkeit
Wachstum
Dagaz
Zufrieden-heit, Glück,
Erfolg
Othala
Heimat,
Erbe, Boden
