Thurisaz (Riese)
Maße in cm:
Höhe: 4,1cm
Breite: 2cm
Tiefe: 0,8 cm
Bedeutung: Zerstörung, Veränderung, Neuanfang, Selbstdisziplin | Phonetisch: Th
Thurisaz steht für die notwendige zerstörende Kraft, die den Weg für etwas Neues bereitet: "Thurisaz tritt scharf hervor, als Dorn und Stoß, der Grenzen schneidet.“
In der Mythologie stehen die Riesen für große zerstörerische Kräfte und Naturgewalten wie Stürme und Unwetter. Dies ist jedoch keineswegs negativ zu bewerten. Für einen Neuanfang oder ein neues Vorhaben muss Altes weichen, sonst wird es nicht gelingen. Thurisaz steht für dieses Zerstören, auch im Sinne von „hinter sich lassen“, wo Festhalten den eigenen Weg behindert.
Die Rune fordert Disziplin, Führung und Aufmerksamkeit. Ihre Kraft ist unmittelbar und durchdringend: Es ist die Rune der gerichteten Durchbrechung. Sie wirkt dort, wo Widerstand nicht überwunden, sondern aufgespalten wird. In dem Moment, da etwas nicht länger geduldet, sondern gebrochen oder abgewehrt wird.
In der Arbeit mit ihr wird deutlich, dass nicht jede Grenze bewahrt werden muss. Thurisaz zeigt auf, was Bestand haben soll und was beendet werden muss, damit Entwicklung möglich bleibt. Im rechten Maß bringt sie als Amulett Schutz durch klare Abwehr und notwendige Trennung.
Als Talisman getragen unterstützt sie neue Vorhaben, stärkt den Willen und schafft neuen Grund und Boden für tragfähige Neuanfänge. Die Kraft, Neues in Angriff zu nehmen, Altes hinter uns zu lassen und diesen Weg bewusst und aufmerksam zu gehen. Sie fordert von uns jedoch auch die Bereitschaft und Disziplin, ihre Kraft nicht zu vergeuden.
Das dunkle Holz der Eichenbohle aus dem historischen Eiswerk am Auer Mühlbach
Eine bekannte Brauerei in München betrieb früher am Auer Mühlbach ein Eiswerk zur Kühlung ihres Bieres. Dort wurde mit Hilfe der Wasserkraft künstliches Eis hergestellt – für die damalige Zeit eine technische Meisterleistung. Die Anlage wurde 1881 nach Plänen von Carl von Linde errichtet und beherbergt bis heute die älteste Kältemaschine der Welt an ihrem ursprünglichen Standort.
Beim Bau der historischen Eismaschine wurden Bohlen von etwa 500 Jahre alten Eichen verwendet. Nach rund 80 Jahren im Wasser mussten Teile der hölzernen Konstruktion erneuert werden. Dank umfangreicher Restaurierungsarbeiten konnte das Eiswerk bis heute erhalten werden.
Wie der Zufall manchmal so spielt, haben wir von einem Freund eine dieser ausgewechselten Eichenbohlen geschenkt bekommen.
Äußerlich betrachtet hat das Holz in den Jahrzehnten im Wasser heftig gelitten. Die Oberfläche ist ausgewaschen, schwarz wie die Nacht und macht einen etwas derangierten Eindruck.
Doch dieser Anblick täuscht.
Nimmt man die Bohle in die Hand, dann ist als Erstes das Gewicht ein kleiner Schock. Und das Holz singt. Es singt das Lied der Natur, des Werdens und Vergehens, des ewigen Bestehens machtvoller Kräfte.
Schon zwei Millimeter unter der Oberfläche ist das Holz hart wie Eisen. Allein der Schnitt mit einer groben Baumsäge lässt es glänzen, als wäre es poliert worden.
Es ist erstaunlich, wie sehr Wasser und Zeit dieses Holz verändert haben. Und doch hat es seine Kraft bewahrt. Jahrzehntelang hat diese Eiche ihren Dienst getan – ausdauernd und zuverlässig. Es ist ein Holz, das Standhaftigkeit und Geduld lehrt. Ein Holz, das getragen hat – und bis heute trägt.
Thurisaz in Verbindung mit der Eichenbohle
„Die alte Eichenbohle gibt der durchbrechenden Kraft von Thurisaz Standhaftigkeit und Ausdauer. So unterstützt das Amulett besonders dabei, Widerstände entschlossen zu überwinden und mit Disziplin neuen, tragfähigen Grund zu schaffen.“
All unsere Herzstücke sind Naturprodukte und damit echte Unikate.
Kleine helle Partikel entlang der Runenumrandung sind natürliche Rückstände des Bernsteinpulvers, das wir rundherum einschmelzen. (Mehr dazu im Blog.)